20. Oktober 2011

Linke-Stadträte stellen richtig: Ein Haus der Musik ist sinnvoll

Irmgard Freihoffer und Richard Spieß, Stadträte der Linken, dementieren die Aussage des FDP-Ortsvorsitzenden Bad-Abbach-Saal Josef Rudingsdorfer, dass sie gegen ein Haus der Musik seien.  „Wir haben immer betont, dass wir ein solches Konzept, das die Musikschule, nicht-kommerzielle Musikinitiativen und das Kinder- und Jugendtheater zusammenbringt, für sehr sinnvoll halten.“

Was das ehemalige Polizeipräsidium am Bismarckplatz anbelangt, sprachen sich die Stadträte gegen eine Veräußerung eines repräsentativen Gebäudes an exponierter Stelle an Investoren aus und für den Kauf durch die Stadt sowie für eine öffentliche Nutzung. Sie bemängeln aber, dass diverse Nutzungsmöglichkeiten dieses Gebäudes im Stadtrat nie diskutiert und sie vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Ein notwendiger Ideenwettbewerb habe leider nicht stattgefunden. Für ein Haus der Musik wäre eventuell ein anderer Standort oder ein Neubau besser gewesen, das dann ganz auf die Funktionen und den räumlichen Bedarf hätte zugeschnitten werden können.

Des Weiteren kritisieren sie, dass angesichts des Investitionsstaus bei Schulen jetzt und in nächster Zeit andere Prioritäten gesetzt werden müssten. „Längst überfällige Sanierungen an Schulen werden aufgeschoben und es wird hingenommen wird, dass es in mache Schule noch mehrere Jahre hereinregnet. Jetzt denkt beim Hochbauamt sogar darüber nach, die Fenster in der Kreuzschule zu verschrauben, damit sie nicht herausfallen.“ Und dass die Einhäusigkeit für die FOS/BOS noch nicht einmal in Reichweite gerückt sei – nach vielen Jahren mehrhäusiger Unterbringung, Schadstoffbelastung, Schimmel und anderen unzumutbaren Arbeitsbedingungen – sei nicht akzeptabel.